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Für längere Fahrzeugabmessungen sprechen wirtschaftliche und ökologische Vorteile, finden viele Befürworter. Die zusätzliche Kapazität sei erforderlich, um die steigenden Transportmengen abfahren zu können. Und: Längere Lastzüge mit mehr Ladevolumen seien auch ein Instrument gegen den prognostizierten Fahrermangel. Gegner indes bezweifeln den wirtschaftlichen Sinn: Mehr Volumen werde von den Verladern nicht honoriert, und zudem würden die längeren Lastzüge den gesamten Wettbewerb auf der Straße drastisch verschärfen.
Einsatzmöglichkeiten für die Lang-Lkw sehen zwei von drei Teilnehmern bei Volumentransporten und Komplettladungen. Auch der Automotive-Sektor sowie Stückgut- und Teilladungen werden oft genannt. Gut 60 Prozent der Teilnehmer glauben, dass diese Lkw auch problemlos in intermodale Konzepte eingebunden werden können.
Gespalten sind hingegen die Meinungen, was das ideale Gewicht und die ideale Länge angeht: 35 Prozent plädieren für 44 Tonnen, gut 24 Prozent wollen 48 Tonnen. Jeder Fünfte plädiert für den 60-Tonner. Fast gleichauf indes liegen die Längenfavoriten: 38 Prozent favorisieren die 25,25-Meter-Idee, 36 Prozent outen sich als 26,50-Meter-Fans. Rund 17 Prozent wären mit einem längeren Trailer als den bisherigen 13,60 Meter zufrieden.
Die DVZ-Umfrage stand in den beiden letzten Augustwochen im Netz. Von den 316 Teilnehmern ordneten sich rund 38 Prozent dem Straßengüterverkehr und gut 28 Prozent der Spedition zu. Knapp 20 Prozent der Teilnehmer bestand aus Verladern, während auf Bahnen und Unternehmen des Kombinierten Verkehrs nur knapp 3 Prozent entfielen. Die übrigen 11 Prozent waren "sonstige" Unternehmen. DVZ 7.9.2010
In der aktuellen DVZ vom 7. September 2010 lesen Sie hierzu auch den Kommentar "Fakten statt Ideologieen" von Lutz Lauenroth, stellvertretender Chefredakteur der DVZ, auf Seite 2, ein "Spezial" zu längeren Lastzügen auf den Seiten 6 und 7, und Statements von Teilnehmern an der Umfrage auf Seite 12.


