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25-Meter-Lkw in Thüringen

Studie gibt dem EuroCombi eine Chance

28.07.2010 | Weniger Fahrten und Dieselverbrauch kontra höhere Unfallrisiken: Befürworter und Gegner überlanger Lastwagen werfen ihre Argumente in die Waagschale. Jetzt belegt eine Studie, dass der EuroCombi bei leichten Frachten und auch im Kreisverkehr Vorteile hat.

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Die überlangen Lastwagen "EuroCombi" kommen ihrem Einsatz auf Deutchlands Straßen wieder etwas näher. Nach dem Auslaufen des Pilotprojekts in THüringen Ende 2009 will Landesverkehrsminister Christian Carius (CDU) einen weiteren Einsatz der 25 Meter langen Fahrzeuge prüfen. Dazu solle es in der kommenden Woche eine Vorlage im Kabinett geben, sagte er am Mittwoch in Erfurt. Auch das Bundesverkehrsministerium will nach eigenen Angaben in einem bundesweiten Feldversuch ein Jahr lang den Einsatz dieser "Lang-Lkw" prüfen. Bisher hätten 200 Firmen Interesse bekundet.

Die "EuroCombi", auch als "Gigaliner" bekannt, haben bei leichten und voluminösen Frachten ökonomische und ökologische Vorteile, wie aus einer Studie der Fachhochschule Erfurt hervorgeht. Die Transport- und Verkehrsexperten begleiteten von März 2008 bis Dezember 2009 ein Pilotprojekt auf einer 105 Kilometer langen Route zwischen Hermsdorf und dem Zwieback-Hersteller Brandt in Ohrdruf. Bei gleichem Gesamtgewicht von 40 Tonnen wie herkömmliche Fahrzeugkombinationen bot der "EuroCombi" ein um fast 50 Prozent größeres Ladevolumen.

Die jährliche Strecke reduzierte sich um 35 Prozent auf rund 152.000 Kilometer. 12.000 Liter Diesel wurden eingespart, sagte Professor Uwe Adler. Weitere Vorteile seien ein niedrigerer CO2- Ausstoß und geringerer Achsdruck auf die Fahrbahnen. Auch die befürchteten höheren Risiken bei Straßeneinmündungen und Baustellen sowie im Kreisverkehr wurden ausgeräumt. Im Kreisverkehr kamen die langen Laster, die aus gängigen Fahrzeugteilen kombiniert werden, nach Angaben der Fahrer und der Polizei sogar besser zurecht. Die Spedition konnte bei Personal, Maut und Fahrzeugen sparen.

Einigung im Koalitionsvertrag

Ende 2009 waren die übergroßen "Gigaliner" mit Auslaufen des Pilotprojekts von Thüringens Straßen verschwunden. Im Herbst hatten sich nach heftiger Kritik CDU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag darauf geeinigt, diese Lastwagen von den Straßen zu verbannen. Verkehrsminister Carius sagte, er habe den Einsatz bisher auch eher skeptisch gesehen. Angesichts der wachsenden Verkehrsströme bei fast gleichbleibender Verkehrsfläche, müsse die Politik aber neu diskutieren. (dpa)

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